Samstag, 30. März 2013

Manduca mit MUDDI und jetzt auch mit Fotos

... weil mit Foto alles schöner wird, hier nochmal der Beitrag von Muddi, jetzt auch mit Bildern.

"Unseren Großen habe ich damals leider nicht getragen. Ich kannte mich nicht aus, eine Freundin hat mir einen BabyBjörn mitgebracht. Der war mir so dermaßen suspekt, das ich das gelassen habe. Zum Glück. Durch Freundinnen habe ich beim zweiten Kind von der Manduca erfahren und wir haben sie geliebt. Der Mini hat quasi darin gewohnt. Ich habe mir damals auch ein Tuch zeigen lassen, aber entweder war die Beratung zu schlecht oder ich zu dusselig, ich hab es nicht hinbekommen. Die Manduca ist einfach, man merkt sehr gut, ob alles gut sitzt oder nicht, es gibt gefühlte 80 Möglichkeiten, etwas zu verstellen. Der Mini war viel in der Manduca. Der riesengroße Vorteil war einfach, das ich mit dem Junior rennen, klettern und rutschen konnte und trotzdem den Mini immer bei mir hatte. Ich brauchte keinen Kinderwagen beaufsichtigen, ich konnte überall mit hin. Das hat mit zwei so kleinen Kindern (Abstand 25 Monate) unheimlich viel Freiheit und Spaß ermöglicht. Einen wirklichen Nachteil kann ich nicht nennen. Der Mini war von Anfang an sehr groß und schwer, ein zarteres Baby wäre anfangs in einem Tuch sicherlich besser aufgehoben. Aber das war hier wie gesagt kein Problem. Der Mini hat sich immer sehr wohl gefühlt, hat neugierig die Gegend betrachtet oder direkt wieder geschlafen. Diese Nähe zum Kind ist einzigartig und einfach wunderschön.

Ich habe lange getragen, da hatte der Mini schon gute 13 kg. Ich habe bis auf einen einzigen Ausflug immer vor dem Bauch getragen. Ich bin bekennende Glucke und wollte mein Kind sehen können. ;o) Durch die gute Einstellung der Tragehilfe hatte ich nie Rückenprobleme. Wenn mal was verspannte, habe ich etwas an den Gurten verstellt und alles lief wieder rund. Die Manduca war auch einfach praktisch mitzunehmen, als der Mini schon laufen konnte. Ich hab sie einfach immer umgebunden und wenn er kaputt war oder ich entschieden hatte, das der Trotzkopf nun mal kurz "gesichert" wird, kam er in die Manduca und weiter ging es.
Die Nähe, die Freiheit, das Vertrauen - das sind für mich die einzigartigen Vorteile des Tragens. Hier war es die Manduca, die uns begleitet hat über fast 2 Jahre. Ich freue mich darauf, beim nächsten Kind ein Tuch zu probieren. Dieses Mal mit fachkundiger Beratung."

Mittwoch, 27. März 2013

Gastblogging - heute: die Manduca mit MUDDI


Ich bin begeistert. Wie ich ja schon angemerkt hatte, möchte ich eigentlich ein möglichst umfangreiches Archiv an Trageerfahrungen zusammentragen. Tragen ist ein so individuelles Ding, dass es nicht schaden kann, möglichst viele verschiedene Meinungen und Erfahrungen zu kennen. Das macht mich in meiner Arbeit sicherer, es erweitert meinen Horizont und bewahrt mich hoffentlich vor dem gefürchteten Dogmatismus ;o)

Aber ich kann unmöglich selber alles testen und probieren, was der Markt so hergibt. Es passt auch einfach nicht alles für mich und zu uns, und so bin ich froh und glücklich, mit ein paar sehr guten Freundinnen und vielen Bekannten sehr viel Trageerfahrung im Hintergrund zu haben. Was liegt näher, als die versammelten Mamas schlicht selbst um ihre Trageerfahrungen zu bitten? Den Anfang macht heute Sarah von MUDDIs mit ihren Erfahrungen.

Vorhang auf:


"Unseren Großen habe ich damals leider nicht getragen. Ich kannte mich nicht aus, eine Freundin hat mir einen BabyBjörn mitgebracht. Der war mir so dermaßen suspekt, das ich das gelassen habe. Zum Glück. Durch Freundinnen habe ich beim zweiten Kind von der Manduca erfahren und wir haben sie geliebt. Der Mini hat quasi darin gewohnt. Ich habe mir damals auch ein Tuch zeigen lassen, aber entweder war die Beratung zu schlecht oder ich zu dusselig, ich hab es nicht hinbekommen. Die Manduca ist einfach, man merkt sehr gut, ob alles gut sitzt oder nicht, es gibt gefühlte 80 Möglichkeiten, etwas zu verstellen. Der Mini war viel in der Manduca. Der riesengroße Vorteil war einfach, das ich mit dem Junior rennen, klettern und rutschen konnte und trotzdem den Mini immer bei mir hatte. Ich brauchte keinen Kinderwagen beaufsichtigen, ich konnte überall mit hin. Das hat mit zwei so kleinen Kindern (Abstand 25 Monate) unheimlich viel Freiheit und Spaß ermöglicht. Einen wirklichen Nachteil kann ich nicht nennen. Der Mini war von Anfang an sehr groß und schwer, ein zarteres Baby wäre anfangs in einem Tuch sicherlich besser aufgehoben. Aber das war hier wie gesagt kein Problem. Der Mini hat sich immer sehr wohl gefühlt, hat neugierig die Gegend betrachtet oder direkt wieder geschlafen. Diese Nähe zum Kind ist einzigartig und einfach wunderschön.

Ich habe lange getragen, da hatte der Mini schon gute 13 kg. Ich habe bis auf einen einzigen Ausflug immer vor dem Bauch getragen. Ich bin bekennende Glucke und wollte mein Kind sehen können. ;o) Durch die gute Einstellung der Tragehilfe hatte ich nie Rückenprobleme. Wenn mal was verspannte, habe ich etwas an den Gurten verstellt und alles lief wieder rund. Die Manduca war auch einfach praktisch mitzunehmen, als der Mini schon laufen konnte. Ich hab sie einfach immer umgebunden und wenn er kaputt war oder ich entschieden hatte, das der Trotzkopf nun mal kurz "gesichert" wird, kam er in die Manduca und weiter ging es.
Die Nähe, die Freiheit, das Vertrauen - das sind für mich die einzigartigen Vorteile des Tragens. Hier war es die Manduca, die uns begleitet hat über fast 2 Jahre. Ich freue mich darauf, beim nächsten Kind ein Tuch zu probieren. Dieses Mal mit fachkundiger Beratung."


Danke, Sarah. Und auf die Beratung freue ich mich jetzt schon.


Montag, 25. März 2013

Wieder schlauer

... bin ich nach dem Besuch des Aufbaukurses der Trageschule Dresden vergangene Woche in Hamburg. Wir haben eine Menge Spaß gehabt, gebunden, bis uns Hände und Arme lahm waren, uns über harte Puppennasen geärgert, in Bahnen verheddert und mit Knoten vertan. Und sind mit einer Menge neuer Tricks und Kniffe, insbesondere zum Thema Rückentrageweisen, wieder nach Hause gefahren um hoffentlich viele viele Eltern vom und fürs Tragen begeistern zu dürfen.

Wenn ich noch einen Beweis gebraucht hätte, dass sich eine Trageberatung immer lohnt, ich hätte ihn bei diesem Seminar bekommen. Es ist ein bißchen, wie mit dem Autofahren. Wer sich ein neues Auto kauft und die Bedienungsanleitung liest, kann deshalb noch lange nicht im Straßenverkehr bestehen. Komischerweise beschwert sich niemand, dass der Führerschein für sich auch Geld kostet und es den nicht gratis zum Auto dazu gibt. Nunja.

Hier wird in der nahen Zukunft jedenfalls einiges passieren. Neben Bilderstrecken zu verschiedenen Trageweisen hatte ich ja ohnehin vor, sukzessive diverse Tragehilfen und Tücher vorzustellen. Da ich alleine aber ja nicht Erfahrung mit allem und jedem habe(n kann), habe ich eine ganze Horde anderer Tragemütter nach ihren Erfahrungen gefragt und werde sie alle in den kommenden Wochen zu Wort kommen lassen. 

Den Anfang macht die nächsten Tage Muddi von MUDDIs. Sie wird über ihre Erfahrungen mit der Manduca erzählen. Ich freu mich schon.

Euch allen einen sonnigen Start in die neue Woche.


Montag, 11. März 2013

Warum ich Dogmen und Ideologien nicht mag

Puh, schon wieder so viel Zeit vergangen. Ich habe mir so viele Dinge für die vergangenen Monate vorgenommen, die ich dann aber bisher aus verschiedenen mehr oder weniger guten Gründen nicht umgesetzt habe. Aber jetzt im Frühling wird sicher alles besser.

Übernächste Woche besuche ich den Aufbaukurs der Trageschule Dresden - stattfindend in Hamburg - und ich freu mich schon sehr drauf. In jüngster Zeit habe ich mich noch intensiver mit allen möglichen Varianten von Tragehilfen und Tüchern beschäftigt, als ohnehin schon. Der Markt wird quasi monatlich größer, und immer wieder zeigt sich, dass es weder DAS Tuch, noch DIE Babytrage gibt. So, wie jeder Mensch individuell ist, so passt auch nicht für jeden das gleiche Tuch oder die gleiche Trage. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Ist es augenscheinlich nicht. Da tun sich manchmal Abgründe auf. Mir ist aus dem Grundkurs noch sehr deutlich in Erinnerung geblieben, dass es Aufgabe einer Trageberaterin ist, didaktisch mit den Eltern zu arbeiten, sie zum Tragen zu ermutigen und ihnen den sicheren Umgang mit der gewählten Trageform zu ermöglichen. Es ist NICHT Aufgabe der Trageberatung, die Eltern für die Wahl des Tuches oder der Tragehilfe zu kritisieren, sofern selbige die Anforderungen an die physiologisch korrekte Haltung erfüllen. Und ja, es gibt natürlich Tragehilfen, die nicht taugen. Weil sie einfach nicht so konzipiert sind, dass der Tragling in der ergonomisch wichtigen Spreiz-Anhock-Haltung sitzt. Es gibt Tücher, die taugen eher als Vorhang, denn als Tragetuch. Weil sie von der Webart her nicht den Anspruch erfüllen, den man an ein Tragetuch stellen muß. Egal, ob elastisch, dehnbar, oder klassisch. Das darf man auch sagen. Aber - es ist NICHT Aufgabe der Trageberatung, sich ein Urteil über die Wahl, die die Eltern getroffen haben, anzumaßen. Ich hoffe, das werde ich in der täglichen Arbeit nie vergessen.
Klar, ich habe auch meine Vorlieben, und es gibt Tücher, mit denen trage ich lieber, als mit anderen, und Tragen, die liegen mir mehr, als andere. Das ist aber meine Privatmeinung, die sich aus meinen eigenen Erfahrungen, meiner Statur, der Statur meiner Kinder zusammensetzt. Das kann die Nachbarin zwei Stockwerke höher ganz anders sehen, und seit wann geht es in diesem Zusammenhang ums Rechthaben?

Wenn man sich dann manchmal durchs weltweite Netz klickt, und Kritiken über Tücher oder Tragehilfen liest, oder hanebüchene Begründungen, wieso die Trage XYZ frühestens ab dem Sitzalter geeignet sei, und das Tuch ABC ganz bestimmt einschneidet, oder leiert, oder Nackenschmerzen verursacht, und deshalb nicht taugt, dann vermisse ich manchmal ein wenig Sachlichkeit und finde, dem ganzen Thema täte etwas weniger Aufgeregtheit und missionarischer Eifer gut.
Ja, für ganz neugeborene Babys ist ein Tuch das Utensil der Wahl. Wenn Eltern sich damit aber nicht sicher fühlen, oder mit dem Binden überfordert sind, oder einfach kein Tuch wollen - dann ist eine korrekt angelegte Tragehilfe besser, als ein nicht sitzendes oder nicht erwünschtes Tuch. Und das zu entscheiden, ist ganz alleine Sache der Eltern. Wenn ein Tuch dem Tragenden Schmerzen verursacht, dann ist es in aller Regel einfach nicht richtig gebunden. Wenn eine Tragehilfe unbequem erscheint, oder umständlich in der Handhabung, oder dem Tragenden ein Gefühl der Unsicherheit gibt, dann ist es für dieses Elternteil einfach nicht die passende. Ich finde den Ton, in dem so manches Mal geurteilt wird, und in dem Meinungen als Tatsachen verkauft werden, oft unerträglich dogmatisch und ideologisch verfärbt. Beide liegt mir nicht und lag mir nie. Ich hab es lieber mit Fakten, zum Meinung bilden ist der Mensch meist selbst gut in der Lage.

Als  Frühjahrsprojekt habe ich mir für den Blog vorgenommen, Erfahrungsberichte über die Tragehilfen und Tücher zu verfassen, die ich im Shop vertreibe. Und damit meine ich ausdrücklich NICHT, dass es neben den von mir angebotenene keine gibt, die taugen.

Ich wünsche einen schönen Wochenstart und uns allen endlich Frühling.